Immanuel Kant

Lebenslauf und Schaffen von Immanuel Kant

Immanuel Kant wurde am 22. April 1724 in Königsberg als viertes Kind einer traditionsreichen Handwerkerfamilie geboren. Von seinen acht Geschwistern erreichten nur vier das Erwachsenenalter. Seine Mutter legte großen Wert auf Bildung und erzog ihre Kinder in streng pietistischem Glauben. Dank guter Förderung kam Kant 1732 an das Friedrichskollegium und begann bereits als Sechzehnjähriger das Studium an der Königsberger Albertus-Universität. Er interessierte sich sehr für die Naturwissenschaften und studierte unter anderem Philosophie, klassische Naturwissenschaften, Physik und Mathematik. Martin Knutzen, sein Professor für Logik und Metaphysik, lehrte die Theorien von Leibniz und Newton, die Kant maßgeblich beeinflussten. Kants erste Veröffentlichung beschäftigte sich mit den Gedanken von der wahren Schätzung der lebendigen Kräfte und wurde im Jahr 1746 publiziert. Professor Knutzen erkannte diese jedoch nicht als Abschlussarbeit an. Nach dem Tod seines Vaters im selben Jahr unterbrach Kant sein Studium und verdiente sich seinen Lebensunterhalt als Hauslehrer. Die ersten vier Jahre arbeitete er bei dem reformierten Prediger Daniel Ernst Andersch in einer Schweizer Kolonie größtenteils französisch sprechender Siedler. Danach wirkte er bis etwa 1753 als Hauslehrer auf dem Gut des Majors Bernhard Friedrich von Hülsen bei Mohrungen. Seine letzte Stelle fand er nahe Königsberg bei der Familie Keyserlingk auf dem Schloss Waldburg-Capustigall. Hier erhielt er Zugang in die höheren Kreise der Königsberger Gesellschaft. 1754 nahm Kant sein Studium in Königsberg wieder auf. Bereits ein Jahr danach veröffentlichte er mit Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels seine erste wichtige Schrift. Noch 1755 habilitierte er mit dem Thema Die ersten Grundsätze der metaphysischen Erkenntnis (Nova dilucidatio) und wurde Privatdozent in den Fächern Logik, Metaphysik, Anthropologie, Moralphilosophie, Natürliche Theologie, Mathematik, Physik, Mechanik, Geographie, Pädagogik und Naturrecht. Seine Vorlesungen waren sehr gut besucht, so schrieb beispielsweise der Literat und Theoretiker Johann Gottfried Herder: Mit dankbarer Freude erinnere ich mich aus meinen Jugendjahren der Bekanntschaft und des Unterrichts eines Philosophen, der mir ein wahrer Lehrer der Humanität war […] Seine Philosophie weckte das eigne Denken auf, und ich kann mir beinahe nichts Erleseneres und Wirksameres hierzu vorstellen, als sein Vortrag war. Trotz Kants umfangreicher Lehrtätigkeit wurde seine erste Bewerbung auf einen Lehrstuhl 1759 abgelehnt. Von 1766 bis 1772 nahm Kant seine erste feste Anstellung als Unterbibliothekar der königlichen Schlossbibliothek an. Neben dem Lehrstuhl für Dichtkunst in Königsberg schlug er auch Angebote einer Lehrtätigkeit in Erlangen und Jena aus. Erst 1770 erhielt er die Stelle des Professors für Logik und Metaphysik in seiner Heimatstadt und dissertiere ein weiteres Mal mit der Studie Formen und Gründe der Sinnes- und Verstandeswelt. Selbst die Bitte des damaligen Kulturministers von Zedlitz, an der berühmten Universität von Halle zu lehren, konnte ihn nicht von Königsberg, dem heutigen Kaliningrad trennen. Dort wurde er 1786/88 Rektor der Universität. 1787 wurde er in die Berliner Akademie der Wissenschaften aufgenommen. In den letzten 15 Jahren seines Lebens geriet Kant ständig in Konflikt mit der preußischen Zensurbehörde, jetzt unter der Leitung des neuen Kulturministers Wöllner. Kant lehrte weiter bis 1796, war aber angehalten, sich religiöser Schriften zu enthalten, da seine Lehren nicht mit der Bibel vereinbar seien. Das bis heute überlieferte Bild des Philosophen als steifer, professoraler Mensch, der Wert auf einen streng geregelten Tagesablauf legte, ist stark überzeichnet. So war er zwar pflichtbewusst und konzentrierte sich auf seine Arbeit, galt aber als guter Karten- und Billardspieler und war sehr gesellig. Er putzte sich gern mit modischen Kleidern heraus, genoss große Gesellschaften und trug mit seiner Belesenheit und seinem trockenen Humor sehr zu deren Unterhaltung bei. Erst als Kant ins Alter kam und es mit seiner Gesundheit nicht mehr zum Besten stand, begann er einen regelmäßigen Tagesablauf zu pflegen. Morgens um 4:45 Uhr ließ er sich von seinem Hausdiener, dem ehemaligen Soldaten Martin Lampe, mit den Worten „Es ist Zeit!“ wecken und ging um 22 Uhr zu Bett. Zum Mittagessen lud er meist Freunde ein und pflegte die Geselligkeit, vermied dabei aber philosophische Themen. Außerdem machte er täglich zur gleichen Zeit einen Spaziergang. 1794 wurde Kant der „Herabwürdigung mancher Haupt- und Grundlehren der heiligen Schrift und des Christentums“ bezichtigt. Am 12. Februar 1804 starb er. Beigesetzt wurde er in Königsberg, wo er fast sein gesamtes Leben verbracht hatte. Er zählt heute zu den bedeutendsten Philosophen der abendländischen Philosophie. Sein Werk Kritik der reinen Vernunft kennzeichnet einen Wendepunkt in der Philosophiegeschichte und den Beginn der modernen Philosophie. Nicht nur in der Erkenntnistheorie, sondern auch in der Ethik mit dem Grundlagenwerk Kritik der praktischen Vernunft und in der Ästhetik mit der Kritik der Urteilskraft sowie bedeutenden Schriften zur Religions-, Rechts- und Geschichtsphilosophie schuf Kant eine neue, umfassende Perspektive in der Philosophie, welche die Diskussion bis ins 21. Jahrhundert maßgeblich beeinflusst.

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Allgemeine Naturgeschichte und Theorie Des Himmels

Erster Theil Abriss einer systematischen Verfassung unter den Fixsternen imgleichen von der Vielheit solcher Fixsternsystemen.

Seht jene grosse Wunderkette, die alle Theile dieser Welt
Vereinet und zusammenzieht und die das grosse Ganz’ erhдlt.
Pope

Kurzer Abriss der nцthigsten Grundbegriffe der Newtonischen Weltwissenschaft, die zu dem Verstande des nachfolgenden erfordert werden

Sechs Planeten, davon drei Begleiter haben, Mercur, Venus, die Erde mit ihrem Monde, Mars, Jupiter mit vier und Saturn mit fьnf Trabanten, die um die Sonne als den Mittelpunkt Kreise beschreiben, nebst den Kometen, die es von allen Seiten her und in sehr langen Kreisen thun, machen ein System aus, welches man das System der Sonnen oder auch den planetischen Weltbau nennt. Die Bewegung aller dieser Kцrper, weil sie kreisfцrmig und in sich selbst zurьckkehrend ist, setzt zwei Krдfte voraus, welche bei einer jeglichen Art des Lehrbegriffs gleich nothwendig sind, nдmlich eine schiessende Kraft, dadurch sie in jedem Punkte ihres krummlinichten Laufes die gerade Richtung fortsetzen und sich ins Unendlich entfernen wьrden, wenn nicht eine andere Kraft, welche es auch immer sein mag, sie bestдndig nцthigte diese zu verlassen und in einem krummen Gleise zu laufen, der die Sonne als den Mittelpunkt umfasst. Diese zweite Kraft, wie die Geometrie selber es ungezweifelt ausmacht, zielt allenthalben zu der Sonne hin und wird daher die sinkende, die Centripetalkraft, oder auch die Gravitдt genannt. Wenn die Kreise der Himmelskцrper genaue Cirkel wдren, so wьrde die allereinfachste Zergliederung der Zusammensetzung krummlinichter Bewegungen ziegen: dass ein anhaltender Trieb gegen Mittlepunkt dazu erfordert werde; allein obgleich sie an allen Planeten sowohl als Kometen Ellipsen sind, in deren gemeinschaftlichem Brennpunkte sich die Sonne befindet, so thut doch die hцhere Geometrie mit Hьlfe der Keplerischen Analogie (nach welcher der radius vector, oder die von dem Planeten zur Sonne gezogene Linie stets solche Rдume von der elliptischen Bahn abschneidet, die den Zeiten proportionirt sind) gleichfalls mit untrьglicher Gewissheit dar: dass eine Kraft den Planet in dem ganzen Kreislaufe gegen den Mittelpunkt der Sonne unablдssig treiben mьsste. Diese Senkungskraft, die durch den ganzen Raum des Planetensystems herrscht und zu der Sonne hinzielt, ist also ein ausgemachtes Phдnomenon der Natur, und eben so zuverlдssig ist auch das Gesetez erwiesen, nach welchem sich diese Kraft von dem Mittelpunkte in die ferne Weiten erstreckt. Sie nimmt immer umgekehrt ab, wie die Quadrate der Entfernungen von demselben zunehmen. Diese Regel fliesst auf eine eben so untrьgliche Art aus der Zeit, die die Planeten in verschiedenen Entfernungen zu ihren Umlдufen gebrauchen. Diese Zeiten sind immer wie die Quadratwurzel aus den Cubis ihrer mittlern Entfernungen von der Sonne, woraus hergeleitet wird: dass die Kraft, die diese Himmelskцrper zu dem Mittelpunkte ihrer Umwдlzung treibt, in umgekehrtem Verhдltnisse der Quadrate des Abstandes abnehmen mьsse. Eben dasselbe Gesetz, was unter den Planeten herrscht, in so fern sie um die Sonne laufen, findet sich auch bei den kleinen Systemen, nдmlich denen, die die um ihre Hauptplaneten bewegte Monden ausmachen. Ihre Umlaufszeiten sind eben so gegen die Enfernungen proportionirt und setzen eben dasselbe Verhдltniss der Senkungskraft gegen den Planeten fest, als dasjenige ist, dem dieser zu der Sonne hin unterworfen ist. Alles dieses ist aus der untrьglichsten Geometrie vermittelst unstrittiger Beobachtungen auf immer ausser Widerspruch gesetzt. Hiezu kommt noch die Idee, dass diese Senkungskraft eben derselbe Antrieb sei, der auf der Oberflдche des Planeten die Schwere genannt wird, und der von diesem sich stufenweise nach dem angefьhrten Gesetze mit den Enfernungen vermindert. Dieses ersieht man aus der Vergleichung der Quantitдt der Schwere auf der Oberflдche Erde mit der Kraft, die den Mond zum Mittlepunkte seines Kreises hintreibt, welche gegen einander eben so wie die Attraction in dem ganzen Weltgebдude, nдmlich im umgekehrten Verhдltniss des Quadrats der Entfernungen, ist. Dies ist die Ursache, warum man oftgemeldete Centralkraft auch die Gravitдt nennt. Weil es ьberdem auch im hцchsten Grade wahrscheinlich ist, dass, wenn eine Wirkung nur in Gegenwart und nach Proportion der Annдherung zu einem gewissen Kцrper geschieht, die Richtung derselben auch aufs genaueste auf diesen Kцrper beziehend ist, zu glauben sei, dieser Kцrper sei, auf was fьr Art es auch wolle, die Ursache derselben: so hat man um deswillen Grund genug zu haben vermeint, diese allgemeine Senkung der Planeten gegen die Sonne einer Anziehungskraft der letztern zuzuschreiben und dieses Vermцgen der Anziehung allen Himmelskцrpern ьberhaupt beizulegen. Wenn ein Kцrper also diesem Antriebe, der ihn zum Sinken gegen die Sonne oder irgend einen Planeten treibt, frei ьberlassen wird: so wird er in stets beschleunigter Bewegung zu ihm niederfallen und in kurzem sich mit desselben Masse vereinigen. Wenn er aber einen Stoss nach der Seite hin bekommen hat, so wird er, wenn dieser nicht so krдftig ist, dem Drucke des Sinkens genau das Gleichgewicht zu leisten, sich in einer gebogenen Bewegung zu dem Centralkцrper hinein senken, und wenn der Schwung, der ihm eingedrьckt worden, wenigstens so stark gewesen, ihn, ehe er die Oberflдche desselben, berьhrt, von der senkrechten Linie um die halbe Dicke des Kцrpers im Mittelpunkte zu entfernen, so wird er nicht dessen Oberflдche berьhren, sondern, nachdem er sich dichte um ihn geschwungen hat, durch die vom Falle erlangte Geschwindigkeit sich wieder so hoch erheben, als er gefallen war, um in bestдndiger Kreisbewegung um ihn seinen Umlauf fortzusetzen. Der Unterschied zwischen den Laufkreisen der Kometen und Planeten besteht also in der Abwiegung der Seitenbewegung gegen den Druck, der sie zum Fallen treibt; welche zwei Krдfte je mehr sie der Gleichheit nahe kommen, desto дhlicher wird der Kreis der Cirkelfigur, und je ungleicher sie sind, je schwдcher die schiessende Kraft in Ansehung der Centralkraft ist, desto lдnglichter ist der Kreis, oder wie man es nennt, desto excentrischer ist er, weil der Himmelskцrper in einem Theile seiner Bahn sich der Sonne weit mehr nдhert, als im andern. Weil nichts in der ganzen Natur auf das genaueste abgewogen ist, so hat auch kein Planet eine ganz cirkelfцrmig Bewegung; aber die Kometen weichen am meisten davon ab, weil der Schwung, der ihnen zur Seite eingedrьckt worden, am wenigsten zu der Centralkraft ihres ersten Abstandes proportionirt gewesen. Ich werde mich in der Abhandlung sehr oft des Ausdrucks einer systematischen Verfassung des Weltbaues bedienen. Damit man keine Schwierigkeit finde, sich deutlich vorzustellen, was dadurch soll angedeutet werden, so will ich mich darьber mit wenigem erklдren. Eigentlich machen alle Planeten und Kometen, die zu unserem Weltbau gehцren, dadurch schon ein System aus, dass sie sich um einen gemeinshaftlichen Centralkцrper drehen. Ich nehme aber diese Benennung noch in engerem Verstande, indem ich auf die genauere Beziehungen sehe, die ihre Verbindung mit einander regelmдssig und gleichfцrmig gemacht hat. Die Kreise der Planeten beziehen sich so nahe wie mцglich auf eine gemeinschaftliche Flдche, nдmlich auf die verlдngerte Дquatorsflдche der Sonne; die Abweichung von dieser Regel findet nur bei der дussersten Grenze des Systems, da alle Bewegungen allmдhlich aufhцren, statt. Wenn daher eine gewisse Anzahl Himmelskцrper, die um einen gemeinschaftlichen Mittelpunkt geordnet sind und sich um selbigen bewegen, zugleich auf eine gewisse Flдche so beschrдnkt worden, dass sie von selbiger zu beiden Seiten nur so wenig als mцglich abzuweichen die Freiheit haben; wenn die Abweichung nur bei denen, die von dem Mittelpunkte am weitesten entfernt sind und daher an den Beziehungen weniger Antheil als die andern haben, stufenweise statt findet: so sage ich, diese Kцrper befinden sich in einer systematischen Verfassung zusammen verbunden.
(http://bourabai.ru/kant/himmel01.htm)

Lest den Text und setzt die Wörter in Klammern in richtiger Form ein.

1. Immanuel Kant war das
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Kind in einer traditionsreichen Handwerkerfamilie.
2. Als Sechzehnjähriger
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er das Studium an der Königsberger Albertus-Universität.
3. 1746 wurde Kants erste Veröffentlichung
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.
4. Nach dem Tod seines Vaters unterbrach Kant sein
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und verdiente sich seinen Lebensunterhalt als Hauslehrer.
5. 1754 nahm Kant sein Studium in Königsberg wieder auf und bereits ein Jahr danach veröffentlichte er mit Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels seine erste
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Schrift.
6. Seine erste
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auf einen Lehrstuhl wurde 1759 abgelehnt.
7. 1770 erhielt er die
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des Professors für Logik und Metaphysik in seiner Heimatstadt.
8. Die Bitte des damaligen Kulturministers, an der
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Universität von Halle zu lehren, konnte ihn nicht von Königsberg, dem heutigen Kaliningrad trennen.
9. In den letzten 15 Jahren seines Lebens
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Kant ständig in Konflikt mit der preußischen Zensurbehörde.
10. Immanuel Kant zählt heute zu den
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Philosophen der abendländischen Philosophie.

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Wählt die Werke von Immanuel Kant aus.

A. Eine neue Bestimmung der Moleküldimensionen.
B. Die ersten Grundsätze der metaphysischen Erkenntnis.
C. Zur Elektrodynamik bewegter Körper.
D. Kritik der praktischen Vernunft.
E. Grundlegende Abhandlungen über die X-Strahlen.

Löst die Aufgaben 1-8. Bezeichnet eure Antworten mit Ziffern 1, 2, 3 oder 4.

Diese zweite Kraft …
1) setzt in jedem Punkte ihres krummlinichten Laufes die gerade Richtung fort.
2) beschreibt Kreise um die Sonne als den Mittelpunkt.
3) wird daher die sinkende, die Centripetalkraft, oder auch die Gravität genannt.
4) läuft in einem krummen Gleise, der die Sonne als den Mittelpunkt umfasst.
Diese Senkungskraft, …
1) die durch den ganzen Raum des Planetensystems herrscht und zu der Sonne hinzielt, ist also ein ausgemachtes Phänomenon der Natur.
2) zeigt die allereinfachste Zergliederung der Zusammensetzung krummlinichter Bewegungen.
3) treibt unablässig in dem ganzen Kreislaufe gegen den Mittelpunkt der Sonne.
4) nimmt in umgekehrtem Verhältnisse der Quadrate des Abstandes ab.
Eben dasselbe Gesetz, was unter den Planeten herrscht, …
1) gilt dann als angenommen.
2) wurde später abgelehnt.
3) fand später keine Berücksichtigung.
4) findet sich auch bei den kleinen Systemen.
Hiezu kommt noch die Idee, …
1) dass dieselbe Kraft den Mond zum Mittelpunkte seines Kreises hintreibt.
2) dass diese Senkungskraft eben derselbe Antrieb sei, der auf der Oberfläche des Planeten die Schwere genannt wird.
3) dass die kleinen Systemen um ihre Hauptplaneten bewegte Monden ausmachen.
4) warum man oftgemeldete Centralkraft auch die Gravität nennt.
Wenn ein Körper aber einen Stoss nach der Seite hin bekommen hat, so wird er …
1) sich in einer geraden Bewegung zu dem Centralkörper hinein zu senken.
2) dem Drucke des Sinkens genau das Gleichgewicht zu leisten.
3) von der waagerechten Linie um die halbe Dicke des Körpers im Mittelpunkte zu entfernen.
4) keine Oberfläche des Körpers zu berühren.
Der Unterschied zwischen den Laufkreisen der Kometen und Planeten besteht in …
1) der Abwiegung der Seitenbewegung gegen den Druck, der sie zum Fallen treibt.
2) der ganz cirkelförmigen Bewegung.
3) der Abwiegung der Zentralkraft.
4) dem Gleichgewicht der Himmelskörper.
Eigentlich machen alle Planeten und Kometen …
1) ein Astrolabium aus.
2) einen Widerspruch aus.
3) ein System aus.
4) eine Himmelskarte aus.
Die Kreise der Planeten …
1) sind um einen gemeinschaftlichen Mittelpunkt geordnet.
2) drehen sich um einen gemeinschaftlichen Centralkörper.
3) befinden sich in einer systematischen Verfassung zusammen verbunden.
4) beziehen sich so nahe wie möglich auf eine gemeinschaftliche Fläche.

Füllt die Lücken 1-7 richtig aus.

Diese zweite Kraft, wie die Geometrie selber es ungezweifelt ausmacht, zielt allenthalben zu der Sonne hin und wird daher die sinkende, die Centripetalkraft, oder auch die Gravität
1______________
. Wenn die Kreise der
2_____________
genaue Cirkel wären, so würde die allereinfachste Zergliederung der Zusammensetzung krummlinichter Bewegungen ziegen. Diese Regel fliesst auf eine eben so untrügliche Art aus der Zeit, die die Planeten in verschiedenen Entfernungen
3___________
ihren Umläufen gebrauchen. Alles dieses
4_____________
aus der untrüglichsten Geometrie vermittelst unstrittiger Beobachtungen auf immer auβer Widerspruch gesetzt. Dies ist die Ursache,
5_____________
man oftgemeldete Centralkraft auch die Gravität nennt. Ich werde
6 ____________
in der Abhandlung sehr oft des Ausdrucks einer systematischen Verfassung des Weltbaues bedienen. Die Kreise der Planeten beziehen sich so nahe wie möglich auf eine
7 ______________
Fläche, nämlich auf die verlängerte Äquatorsfläche der Sonne.

1
gespielt
gestanden
gesprochen
genannt
2
Sonnenstrahlen
Gravität
Himmelskörper
Sterne
3
zu
um
bis
nach
4
seid
ist
sind
bist
5
weil
wo
warum
wovon
6
mich
sich
mir
uns
7
eigenschaftliche
gemeinschaftliche
freundschaftliche
landwirtschaftliche

Lest den Text und füllt die Lücken A–F mit den Satzteilen 1-7 aus. Ein Teil ist übrig

Auf welche Art und durch welche Mittel sich auch immer eine Erkenntnis auf Gegenstände beziehen mag, so ist doch dienige,
A_______________________
, und worauf alles Denken als Mittel abzweckt, die Anschauung. Die Fähigkeit, Vorstellungen durch die Art,
B________________________
, zu bekommen, heiβt Sinnlichkeit. Die Wirkung eines Gegenstandes auf die Vorstellungsfähigkeit, so fern wir von demselben afficirt werden,
C______________________
. Der unbestimmte Gegenstand einer empirischen Anschauung
D_______________________
. Ich nenne alle Vorstellungen rein, in denen nichts,
E______________________
, angetroffen wird. In der transscendentalen Aesthetik also werden wir zuerst die Sinnlichkeit isolieren,
F_______________________
, was der Verstand durch seine Begriffe dabei denkt, damit nichts als empirische Anschauung übrig bleibe.

wie wir von Gegenständen afficirt werden
was zur Empfindung gehört
ist Empfindung
dadurch, dass wir alles absondern
wodurch sie sich auf dieselben unmittelbar bezieht
heiβt Erscheinung
so bleibt mir aus dieser empirischen Anschauung noch etwas übrig

Welche Aussage gehört nicht zu Kants Werk?

A. Nichts ist schrecklicher als ein Lehrer, der nicht mehr weiß als das, was die Schüler wissen sollen.
B. Diese gehören zur reinen Anschauung, die a priori, auch ohne einen wirklichen Gegenstand der Sinne oder Empfindung, als eine blosse Form der Sinnlichkeit im Gemüthe stattfindet.
C. Zweitens werden wir von dieser noch alles, was zur Empfindung gehört, abtrennen, damit nichts als reine Anschauung und die blosse Form der Erscheinungen übrig bleibe, welches das einzige ist, dass die Sinnlichkeit a priori liefern kann.

Was passt hier zusammen? Ordnet zu!

1) Das Gemüt
___________
2) Vorstellungen durch die Art
___________
3) Sich auf den Gegenstand
___________
4) In gewissen Verhältnissen
___________
5) Im Gemüt a priori
___________
6) In gewisse Form
___________
7) Zur Empfindung
___________
8) Die Prinzipien des reinen Denkens
___________
9) Alle Vorstellungen
___________
10) Die Sinnlichkeit
___________


durch Empfindung beziehen
stellen
bekommen
auf gewisse Weise affizieren
bereit liegen
enthalten
geordnet sein
isolieren
rein nehmen
gehören

Bestimmt das Genus folgender Substantive.

Femininum Maskulinum Neutrum Plural
       


Gegenstände
Anschauung
Gemüt
Sinnlichkeit
Merkmale
Verstand
Weise
Verhältnis
Körper
Undurchdringlichkeit
Kraft
Gegensatz
Prinzipien
Substanz
Gestalt
Teil
Denken
Begriff
Erkenntnis
Raum
Empfindung
Menschen
Mittel
Erscheinung
Vorstellungsfähigkeit
Form

Karte

Eine Gedenktafel am unteren Lenin-Prospekt (früher Vorstädtische Langgasse) an einem Haus, wo Kants Geburtshaus stand.

Eine Nachbildung von Hut und Stock Kants auf einer Steinbank an der Stelle (neben dem Ozeanmuseum), bis zu der Kant seine gewöhnlichen Spaziergänge gemacht haben soll.

Eine Tafel mit dem bekannten ersten Satz des Beschlusses der Kritik der praktischen Vernunft an der früheren Schlossmauer. Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.

Das Bronzedenkmal vor dem Gebäude der Neuen Universität (Immanuel-Kant-Universität) am früheren Paradeplatz zeigt Kant stehend auf dem Granitsockel im langen Mantel, sich kaum beugend vorwärts, mit dem Degen auf der Seite, in der linken Hand und gestikulierend mit der rechten Hand. Zum Zeitpunkt der Herstellung des Denkmals war Kant schon 50 Jahre tot.

Die Kant-Insel befindet sich in Zentrum Kaliningrads. Königsberger Dom ist das einzige Gebäude auf der Insel. Am östlichen Ende des vom Professorgewölbes befindet sich Kants Grab.

Автор-разработчик урока: Лысакова Л. В.
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